Wer auf Schweizer Seen kitet oder wingt, sollte die wichtigsten Windsysteme kennen. Bise, Föhn, Maloja und thermische Winde bestimmen, wann und wo du fährst. Dieser Guide erklärt sie verständlich.
Die Bise: trockener Nordostwind
Die Bise ist ein kalter, trockener Wind aus Nordost, der vor allem das Schweizer Mittelland und Seen wie den Genfer-, Neuenburger- und Zürichsee betrifft. Sie kann tagelang anhalten und liefert oft konstante, gut planbare Sessions.
Der Föhn: warmer Sturm aus Süden
Der Föhn ist ein warmer, kräftiger Südwind, der über die Alpen fällt. Er bringt starke, teils böige Bedingungen – spektakulär auf Seen wie dem Urnersee oder Walensee, aber anspruchsvoll. Föhnwarnungen ernst nehmen!
Der Malojawind: Engadiner Thermik
Der Malojawind ist ein thermischer Südwestwind im Oberengadin, der an sonnigen Sommertagen fast täglich gegen Mittag einsetzt. Er macht den Silvaplanasee zu einem der zuverlässigsten Spots der Alpen.
Thermische Winde und Seebrisen
An sonnigen Tagen entstehen durch Erwärmung thermische Winde. Sie sind meist nachmittags am stärksten und an vielen Seen die Hauptwindquelle im Sommer – ideal für entspanntes Foilen.
Frontwinde aus West und Südwest
Mit durchziehenden Fronten kommt Wind aus West bis Südwest, oft kräftig und drehend. Vor Kaltfronten gibt es häufig die windigsten Stunden – aber auch wechselhafte Bedingungen.
Wind richtig einschätzen
Nutze Vorhersagen und lokale Windstationen, beobachte die Wolken und plane Sicherheitsreserven ein. Im Zweifel lieber eine Nummer kleiner und nie allein bei starkem Wind.
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