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Der Winter beendet die Saison auf den Schweizer Seen nicht, er verändert sie. Die Spots sind fast leer, und die Bise, der Nordostwind, der über das Mittelland weht, bläst zwischen November und März oft mehrere Tage am Stück. Auf dem Neuenburgersee wie auf dem Genfersee sind das gleichmässige Bedingungen, auf die viele Rider das ganze Jahr warten.

Der Unterschied ist das Wasser: Mitten im Winter fällt es auf rund 5 bis 7 °C, und die Luft kann nahe null sein. Mit der richtigen Ausrüstung fährt man bequem über eine Stunde. Ohne ist nach zehn Minuten Schluss. So rüsten Sie sich aus, vom Anzug bis zu Händen und Füssen, und diese Sicherheitsregeln sollten Sie kennen.

Welcher Neoprenanzug für den Winter?

Unter 10 °C Wassertemperatur braucht es mindestens einen 5/4-mm-Anzug (5 mm am Rumpf, 4 mm an Armen und Beinen). Wenn das Wasser unter 8 °C fällt und die Luft kalt ist, macht ein 6/5 mm oder ein 5/4 mit integrierter Haube einen echten Unterschied: Ein grosser Teil der Wärme geht über Kopf und Nacken verloren.

Drei Details zählen genauso wie die Dicke:

  • Der Verschluss: Ein Brustreissverschluss (Chest Zip) oder ein Anzug ohne Zip lässt weniger Wasser herein als ein Rückenreissverschluss.
  • Die Nähte: Verklebt und abgedichtet (oft als GBS bezeichnet) lassen sie kein Wasser durch. Im Winter keine nur genähten Nähte.
  • Das Futter: Ein Thermofutter (Fleece) am Rumpf hält auch nass warm.

Der Anzug muss gut sitzen: Ist er zu weit, zirkuliert Wasser im Inneren und kühlt ständig ab. Probieren Sie ihn mit der Unterwäsche an, die Sie tragen wollen.

Füsse, Hände, Kopf: dort geht die Wärme verloren

Meist sind es Hände und Füsse, die die Session beenden, lange vor dem Körper.

  • Neoprenschuhe: 5 bis 7 mm, mit runder oder geteilter Zehe je nach Fussschlaufen. Prüfen Sie, dass sie in Ihre Schlaufen oder auf Ihr Wingboard passen, ohne den Stand zu stören.
  • Handschuhe: 3 mm zu Winterbeginn, 5 mm, wenn es am kältesten ist. Vorgeformte Modelle ermüden die Unterarme an der Bar oder an den Wing-Griffen weniger.
  • Haube: Hat Ihr Anzug keine Kapuze, verändert schon eine separate Haube von 2 bis 3 mm das Kälteempfinden.

Vor und nach der Session

Der kälteste Moment ist nicht auf dem Wasser, sondern das Umziehen auf dem Parkplatz. Ein dicker Poncho, eine Mütze und ein warmes Getränk im Van machen den Unterschied. Ziehen Sie einen trockenen Anzug an: Spülen Sie ihn nach jeder Session mit Süsswasser und trocknen Sie ihn umgedreht auf einem passenden Bügel, nicht direkt an der Heizung, die das Neopren beschädigt.

Sicherheitsregeln im kalten Wasser

  • Nie allein: Fahren Sie zu mehreren oder zumindest mit jemandem an Land, der weiss, wo Sie sind und wann Sie zurückkommen.
  • Der Kälteschock: Die erste Minute im kalten Wasser raubt den Atem. Gehen Sie langsam hinein und bleiben Sie bei einem Sturz ruhig.
  • Kurze Tage: Im Dezember wird es gegen 17 Uhr dunkel. Planen Sie die Rückkehr deutlich früher.
  • Der Wind: Bevorzugen Sie Wind parallel zum Ufer (side-shore) oder leicht auflandig. Bei ablandigem Wind treibt Sie ein Defekt oder ein Windloch vom Ufer weg.
  • Bleiben Sie in Ufernähe und tragen Sie eine Prall- oder Schwimmweste: Sie schützt und hilft, an der Oberfläche zu bleiben, wenn die Kräfte nachlassen.

Die Ausrüstung wählen

Für eine erste Wintersaison ist die Reihenfolge einfach: ein guter 5/4 oder 6/5 mit dichten Nähten, dann die Schuhe, dann Handschuhe und Haube. Unsere Herren-Neoprenanzüge, Damen-Neoprenanzüge sowie Schuhe, Handschuhe und Hauben finden Sie online, mit Abholung in Neuenburg oder Versand in der Schweiz.

Unsicher bei Grösse oder Dicke? Schreiben Sie uns mit Grösse, Gewicht und der Temperatur, bei der Sie fahren wollen: Wir beraten Sie vor der Bestellung.

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