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In der Schweiz endet die Saison nicht im Oktober — oft wird der Wind genau dann am besten. Vorausgesetzt, man ist fürs kalte Wasser ausgerüstet und weiss, was sich wirklich ändert.

Warum der Winter eine gute Saison ist

Die Sommerthermik ist sanft und launisch. Ab dem Herbst setzt sich die Bise auf dem Mittelland durch: stärker, länger, verlässlicher. Der Föhn öffnet spektakuläre Fenster auf den Alpenseen. Und die Reviere leeren sich — der Spot gehört Ihnen.

Die Wassertemperatur ist das eigentliche Thema

Auf den Mittellandseen — Neuenburgersee, Bielersee, Murtensee, Genfersee — rechnen Sie mit rund 10 bis 14 °C im November und 4 bis 8 °C von Januar bis März. Das sind Grössenordnungen: Im Flachwasser und ufernah kühlt es schneller aus.

Entscheidend ist nicht nur das Wasser, sondern die Kombination aus kaltem Wasser, kalter Luft und Wind. Ein Sturz bei 6 °C Wasser, 2 °C Luft und 25 Knoten kühlt Sie weit schneller aus als dasselbe Bad ohne Wind.

Welche Neoprenstärke?

  • September–Oktober — ein 4/3 mm reicht den meisten.
  • November–Dezember — 5/4 mm mit integrierter Kapuze, 5 mm Schuhe.
  • Januar–März — 5/4 oder 6/5 mm, Kapuze, Schuhe und Handschuhe. Handschuhe sind der meistdiskutierte Punkt: Sie nehmen Gefühl am Boom, aber gefrorene Hände halten gar nichts mehr.

Ein Winteranzug muss eng sitzen. Ein zu weites Modell lässt Wasser zirkulieren und kühlt Sie aus — auch in 6 mm.

Fünf Sicherheitsregeln, die im Winter anders gelten

  1. Nie allein. Im Sommer ist ein Materialdefekt lästig; im Winter ist es ein echtes Unterkühlungsrisiko.
  2. Sagen Sie jemandem, wo Sie sind und wann Sie zurück sind.
  3. Bleiben Sie ufernah. Ablandiger Wind, der Sie hinaustreibt, ist das gefährlichste Szenario der Saison.
  4. Kürzere Sessions. Zweimal vierzig Minuten sind besser als eine lange Ausfahrt, aus der man steifgefroren zurückkommt.
  5. Bereiten Sie die Rückkehr vor: trockene Kleidung im Auto, ein warmes Getränk, und alles zum schnellen Umziehen.

Was der Winter mit Ihrem Material macht

Kälte macht Tücher steif und Kunststoffe spröde: Pumpen Sie den Wing etwas weniger prall auf als im Sommer und entfalten Sie ihn bei 2 °C nicht ruckartig. Spülen Sie konsequent mit lauwarmem Süsswasser — Salz ist auf unseren Seen kein Thema, aber Sand und Schlick nagen an Reissverschlüssen und Schrauben.

Trocknen Sie das Foil vor dem Verstauen: Wasser, das in einem montierten Fuselage gefriert, kann Schaden anrichten. Und lösen Sie die Schrauben am Saisonende, statt sie sechs Monate festsitzen zu lassen.

Welche Schweizer Spots funktionieren im Winter?

Die grossen Mittellandseen sind ganzjährig befahrbar und frieren nicht zu. Auf den Alpenseen ist eher der Zugang die Frage: Strassen, Parkplätze und Ufer können gesperrt oder vereist sein. Erkundigen Sie sich vorher — und achten Sie auf Vogelschutzzonen, die oft vom 1. Oktober bis 31. März gelten.

Unsicher bei der Ausrüstung?

Kommen Sie im Shop in Neuenburg vorbei: Wir fahren hier das ganze Jahr und wissen, was bei Kälte wirklich hält. +41 79 539 53 58.

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